Ihr fragt, das Google Mail-Team antwortet

11/13/2009 03:10:00 PM

Im deutschen Google Mail-Forum tauchen immer wieder interessante Fragen auf, die wir manchmal nicht unmittelbar beantworten können. Daher haben wir Dino, Merliny und My gebeten, ihre brennendsten Fragen stellvertretend für alle Google Mail-Nutzer zusammenzustellen. Sie sind erfahrene Google Mail-Nutzer, die in ihrer Freizeit anderen Nutzern im deutschen Google Mail-Forum hilfreich zur Seite stehen (an dieser Stelle ein großes Dankeschön vom Team für euer Engagement und eure tollen Anregungen!)

Grace ist Produkt-Managerin für Google Mail und arbeitet im Zürcher Google Mail-Team, in dem auch Aaron als Ingenieur tätig ist. Sie und andere Mitglieder des Google Mail-Teams haben sich viel Zeit genommen, um eine Antwort auf jede Frage zu finden und wir freuen uns, euch heute Fragen und Antworten zusammen präsentieren zu können.


Merliny: Wie lange dauert es in der Regel, bis ein von Google angenommener Nutzervorschlag in das System integriert werden kann und welche Schritte sind dafür erforderlich? Als Beispiel: Nutzer haben vielfach den Vorschlag gemacht, dass in der Adresszeile einer neuen E-Mail zum Auswählen der Email-Adresse direkt in die Kontaktliste verlinkt werden kann (siehe Screenshot). Dieses Feature wurde kürzlich integriert. Wie lange dauerte die Programmierung (inkl. Tests usw.) und wie wurde das geplant?


Grace:
Die Zeitspanne, die von der Idee für ein Feature bis zum Launch verstreicht, variiert stark und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Komplexität der Idee oder ihrer Vereinbarkeit mit bereits vorhandenen Funktionen und dem Code. Nichtsdestoweniger agieren wir vom Google Mail-Team so schnell wie möglich und haben seit dem Launch von Google Labs über den Daumen gepeilt jede Woche ein neues Feature veröffentlicht, darunter auch größere Neuerungen wie Voice- und Video-Chat und Designs.

Merliny:
Warum dauert es manchmal so lange, bis ein neues Feature, das in neuen Konten schon zur Verfügung steht, auch in die Altkonten integriert wird? (Beispiel: E-Mail-Import von anderen Konten).

Aaron: Die meisten neuen Funktionen werden zufällig über alle Konten (unabhängig von ihrem Alter) aktiviert; manchmal dauert das ein paar Tage. Wir gehen bei gewissen Neuerungen langsam vor, weil sie beim Aktivieren auf unseren Servern eine höhere Last verursachen, die wir so zeitlich etwas verteilen. Dazu kommt, dass es so einfacher ist, Probleme rechtzeitig zu erkennen und zu beheben. E-Mail-Import war da eine Ausnahme: wir haben es zuerst für neue Konten aktiviert, weil Mail-Import besonders nützlich ist, wenn man sich gerade registriert hat.

Dino: Zum Thema Nutzervorschlag: In der Google Mail-Hilfe ist ja der Artikel "Funktionsvorschlag für Google Mail" verlinkt. Nach welchen Kriterien werden dort neue Vorschläge aufgenommen? Warum wird dieses sinnvolle Instrument eigentlich nicht prominent im Forum verlinkt? Und, wäre es nicht sinnvoll, gleich in diesem Formular eine Möglichkeit zu haben, neue Funktionen vorzuschlagen?

Grace/Henrike:
Rückmeldungen von euch spielen in der Tat eine große Rolle, wenn wir über neue Features, die in Google Mail aufgenommen werden, beraten. Wir versuchen, Lösungen für grundlegende Probleme (und nicht nur die Symptome) zu finden und Google Mail für eine große Anzahl von Nutzern zu verbessern. Die Seite "Funktionsvorschlag für Google Mail" war bisher nicht vom Forum aus verlinkt, weil wir darüber Vorschläge für alle Sprachen sammeln und bei der Einführung natürlich priorisieren müssen. Wir wollten nicht den Eindruck erwecken, dass wir dort eingereichte Vorschläge direkt umsetzen können. Da wir dies aber ja hier klären konnten, haben wir den Link im deutschen Google Mail-Forum nun hinzugefügt. Er wird euch angezeigt, wenn ihr eine Frage eingebt:


Dino: Google ist ja ein sehr innovatives Unternehmen. Wann können wir mit weiteren bahnbrechenden Funktionen für Google Mail rechnen? Ich denke da beispielsweise an Sachen wie "Fax senden/empfangen" oder etwa das "E-Mail-Einschreiben"?

Grace:
Wir arbeiten kontinuierlich daran, Google Mail um neue Funktionen zu erweitern. Ihr könnt sicher verstehen, dass wir nichts Genaues zu den nächsten Erweiterungen sagen können, aber wir arbeiten definitiv an vielen spannenden "Baustellen".

Dino: Google Mail hat sich prächtig entwickelt und spielt im Markt der Freemailer in der oberen Liga mit. Was hat Google bewogen, diesen Dienst 2004 ins Leben zu rufen?

Grace: Unsere Mission ist es, die Informationen der Welt zu organisieren und nutzbar zu machen. Ein Teil dieser Mission besteht darin, euch Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, mit denen ihr eure eigenen Informationen organisieren könnt. Einen E-Mail-Service zur Verfügung zu stellen lag da nahe, da ihr eine Menge Informationen in euerem Posteingang habt, auf die ihr immer wieder zugreifen wollt. In den frühen 2000ern hatten wir das Gefühl, dass die vorhandenen Webmail-Services sich noch nicht so weit entwickelt hatten, dass es leicht gewesen wäre, Informationen schnell zu finden und innerhalb des Posteingangs zu verwalten. Wir konnten uns auch nicht der Ironie der Tatsache erwehren, dass es einfacher war, etwas im Internet zu finden, als eine bestimmte Mail im eigenen Posteingang aufzutreiben! Das war unser Ausgangspunkt für die Entwicklung von Google Mail.

My: Ende September ging ein neues Google-Produkt in den Beta-Test für ausgewählte Nutzer: Google Wave. Versteht sich dieses vollgepackte Kommunikationspaket als Konkurrenzprodukt zu Google Mail? Als kleine Revolution?

Grace: Es gibt jede Menge gut funktioniender Werkzeuge für Kommunikation und Zusammenarbeit im Web -- die Tatsache, dass Google Mail erfolgreich ist, hält uns nicht davon ab, mit Wave einen komplett neuen Ansatz auszuprobieren. Und dass wir Google Wave gelauncht haben bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass wir Google Mail in Zukunft nicht mehr weiterentwickeln. Wave ist noch ein ganz junges Produkt - und momentan nur als beschränkte Testversion verfügbar - aber wir freuen uns sehr zu sehen, wie begeistert ihr darauf reagiert.

My: Viele Nutzer werden annehmen, dass spätestens mit dem Verlassen der fünfjährigen (!) Beta-Phase Google Mail inzwischen von einigen Wenigen gesteuert werden kann. Doch "unter der Haube" wird nach wie vor gewerkelt. Wie viele Google-Mitarbeiter arbeiten an allen Aufgaben, die Google Mail betreffen, wie z.B. Wartung und Weiterentwicklung?

Grace: Es ist schwierig, da eine konkrete Aussage zu machen, denn einige Leute, die strenggenommen nicht zum "offiziellen" Google Mail-Team gehören, tragen mit 20 %-Projekten zu Google Mail bei, besonders hinsichtlich der Google Mail-Labs. Der Großteil unseres Teams befindet sich in Mountain View, Kalifornien, und ein anderes Team von Ingenieuren arbeitet von Zürich aus.

Dino: Google Mail wird weltweit verwendet. Wie viel Einfluss haben die einzelnen Länder in Bezug auf neue Features, Verbesserungsvorschläge usw.? Gibt es Dinge, die eine Region selbst entscheiden kann, oder wird alles in der Zentrale in Mountain View verwaltet bzw. entschieden?

Grace:
Der größte Anteil der Google Mail-Nutzung findet außerhalb der Vereinigten Staaten statt. Insofern ist Google Mail internationales Produkt und beinhaltet Funktionen, die für Nutzer in allen möglichen Ländern relevant sind. In einigen Fällen testen wir neue Funktionen zuerst in einem bestimmten Land oder einer Region. Außerdem haben wir, wie in der letzten Antwort erwähnt, ein Google Mail-Team in Zürich, was dazu führt, dass Entscheidungen nicht nur in Mountain View getroffen werden.

Dino: Vor allem aus unserer Arbeit im Forum wissen wir, dass viele (neue) User sauer sind, dass "ihr Benutzername" nicht mehr frei ist. Im Prinzip ist die Entscheidung, einmal verwendete Namen nicht mehr freizugeben, richtig - alleine schon aus Datenschutzgründen. Aber gibt es in dieser Hinsicht Planungen, den Wünschen der User nachzukommen - etwa durch die Einführung eines neuen erlaubten Zeichens (etwa das "-")?

Aaron: Wir sind uns des Problems bewusst, aber leider ist dies nicht einfach zu lösen. Ein möglicher Ausweg ist es, eine persönliche Domäne mit Google Apps zu verwenden; damit kann jeder Benutzername gewählt werden.

Wir vom deutschen Team in Dublin bedanken uns herzlich bei allen, die dazu beigetragen haben, dass wir euch diese Fragen hier im Produkt-Kompass beantworten konnten und hoffen, dass die Lektüre interessant für euch war. Kommentare und Rückmeldungen dazu könnt ihr direkt im Google Mail-Forum abgeben.

Organisation und Übersetzung: Heike Siemer, Google-Team

Zeitreise nach Berlin

11/05/2009 05:05:00 PM

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Vor einiger Zeit bin ich über eine Frage zu Google Earth gestolpert, an die ich immer wieder denken muss. Es ging darum, dass man die ehemalige innerdeutsche Grenze auf neueren Satellitenaufnahmen immer weniger erkennen kann. Es ist wirklich schon eine ganze Weile her, aber mir wurde dabei zum ersten Mal bewusst, dass es eine zusätzliche Dimension in Google Earth gibt: Zeit.

Seit wir Google Earth 5.0 im Februar 2009 auf den Markt gebracht haben, sind Zeitreisen mit der Funktion Historisches Bildmaterial möglich geworden. Heute freue ich mich ganz besonders anzukündigen, dass wir zusätzlich historisches Bildmaterial von Berlin aus den Jahren 1945 und 1953 in Google Earth aufgenommen haben. Die Aufnahmen von 1945 stammen aus den US National Archives und zeigen Mariendorf, Mitte, Prenzlauer Berg, und den Reichstag. Die Aufnahmen aus dem Jahr 1953 stammen aus der Luftbilddatenbank Würzburg, Ing.-Büro Dr. Carls.

Berlin 1945

Berlin 1953

Berlin 2009

Um die Daten zu sehen, benötigt ihr Google Earth 5.0. Die Funktion Historisches Bildmaterial erreicht ihr, indem ihr auf das Uhrensymbol in der oberen Navigationsleiste klickt.

Damit öffnet sich die Zeitachse. Die kleinen vertikalen Linien auf der Zeitachse kennzeichnen die Datumsangaben, für die historische Bilder des jeweiligen Orts verfügbar sind.

Probiert es doch gleich selbst mal aus! Wir wünschen euch viel Spaß mit dem neuen Bildmaterial.

Post von Stefanie Schneider, Google-Team

Transparenz, freie Wahl und Kontrolle – nun ergänzt durch das Dashboard!

11/05/2009 11:36:00 AM

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Wir freuen uns, heute die Einführung von Google Dashboard bekannt zu geben. Habt ihr euch schon einmal gefragt, welche Daten Google in deinem Google-Konto speichert? Das Google Dashboard bietet eine Übersicht über alle Daten, die mit eurem Konto zusammenhängen – einfach und kompakt an einem Ort.

In den letzten 11 Jahren hat sich Google darauf konzentriert, innovative Produkte für seine Nutzer zu entwickeln. Bei den Hunderten von Millionen von Nutzern auf der ganzen Welt sind wir uns heute sehr genau des Vertrauens bewusst, das ihr in uns setzt, und ebenso unserer Verantwortung für den Schutz eurer Privatsphäre und eurer persönlichen Daten.

In der Vergangenheit haben wir zahlreiche Schritte in diesem Bereich unternommen: Wir haben investiert, um euch im Datenschutz-Center zu informieren. Wir haben es euch mit unserer Data Liberation Front leichter gemacht, Daten in Google zu verschieben und zu exportieren. Und wir ermöglichen euch die Kontrolle über die Werbeanzeigen, die ihr als interessenbasierte Werbung (Link führt zu englischem Video) eingeblendet bekommen möchtet. Transparenz, freie Wahl und Kontrolle sind ein zentraler Teil der Philosophie von Google geworden, und heute freuen wir uns besonders, über eine weitere Initiative berichten zu können.

Mit dem Ziel, euch größere Transparenz und bessere Kontrolle über eure eigenen Daten zu bieten, haben wir das Google Dashboard geschaffen. Das Design ist einfach und nützlich: Im Dashboard werden die Daten aus jedem verwendeten Produkt (wenn ihr in eurem Konto angemeldet seid) zusammengefasst.



Darüber hinaus findet ihr hier direkte Links zur Steuerung eurer persönlichen Einstellungen. Heute deckt das Dashboard über 20 Produkte und Services ab. Wie zum Beispiel Google Mail, Kalender, Text & Tabellen, Webprotokoll, Orkut, YouTube, Picasa, Talk, Reader, Alerts, Latitude und viele mehr. Der Umfang und der Detaillierungsgrad des Google Dashboards sind so noch nie dagewesen, und wir sind stolz, diese Funktion als erstes Internet-Unternehmen anbieten zu können – und hoffen, dass sie zum Standard wird.

Näheres zum Dashboard erfahrt ihr in diesem kurzen Video:


Probiert die Funktion doch einfach mal selbst aus - den direkten Zugang findet ihr unter www.google.com/dashboard.

Post von Alma Whitten, Software Engineer, Yariv Adan, Product Manager, und Marissa Mayer, VP of Search Products and User Experience

Google Social Search – endlich habe ich den New-York-Blog meines Freundes gefunden!

10/27/2009 08:09:00 AM

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Eure Freunde und persönlichen Kontakte spielen in eurem sozialen Online-Leben eine wichtige Rolle. Viele Menschen stellen heute im Internet persönliche Kontakte her und publizieren auf verschiedensten Plattformen Informationen. Beispielsweise in Blogs, Status-Aktualisierungen oder Tweets. Auf diese Weise entsteht für jeden Nutzer ein Geflecht an relevanten Informationen, die sein soziales Umfeld öffentlich zugänglich gemacht hat. Leider sind diese Informationen auf einer einzigen Plattform nicht leicht zu finden. Deshalb starten wir heute in Google Labs und vorerst nur in Englisch die neue Testfunktion Google Social Search. Sie soll euch die Suche nach relevanten öffentlichen Informationen aus eurem weiteren sozialen Umfeld erleichtern.

Es gibt beispielsweise eine Menge Leute, die über New York schreiben. Wenn ihr „New York“ in die Google-Suche eingebt, ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass der New-York-Blog eures besten Freundes auf der ersten Ergebnisseite auftaucht. Normalerweise findet ihr zuerst bekannte Seiten mit offiziellem Charakter. Mit der Personalisierung haben wir bereits Maßnahmen getroffen, um die Relevanz eurer Suchergebnisse zu steigern, aber heute gehen wir noch einen Schritt weiter: Google Social Search findet für euch relevante Informationen von euren Freunden und Kontakten, sofern diese ihre Informationen öffentlich verfügbar gemacht haben, und hebt diese Resultate am Ende der Suchergebnisseite hervor. Wenn ihr jetzt eine einfache Suche nach „New York“ startet, führt Google Social Search den Blog eures Freundes auf der Ergebnisseite unter der Überschrift „Results from people in your social circle for New York“ auf. Ihr könnt euch auch ausschließlich Ergebnisse aus eurem „Social Graph“ anzeigen lassen, indem ihr auf der Ergebnisseite auf „Show options“ und anschließend auf „Social“ klickt. Schaut euch unsere Videodemonstration an:


Alle Informationen, die Google Social Search findet, sind im Internet öffentlich zugänglich. Ihr könnt, wenn ihr möchtet, auch ohne Social Search danach suchen. Wir haben lediglich eine Funktion entwickelt, um diese Informationen konsolidiert zu präsentieren und euren Suchergebnissen mehr Relevanz zu verleihen. Dies erreichen wir, indem wir aus den sozialen Verbindungen, die in eurem öffentlichen Google-Profil verlinkt sind, ein soziales Umfeld eurer Freunde und Kontakte erstellen, z.B. mit Leuten, deren Veröffentlichungen ihr auf Twitter oder FriendFeed verfolgt. Die Ergebnisse werden für euch individuell zusammengestellt. Dementsprechend müsst ihr bei eurem Google-Konto angemeldet sein, um Social Search benutzen zu können. Wenn ihr Google Mail nutzt, werden auch eure Chat-Partner und Kontakte in eure Freundes-, Familien- und Kollegengruppen einbezogen. Wenn ihr zudem Google Reader benutzt, führen wir auch Webseiten aus euren Abonnements in den Social-Search-Ergebnissen auf.

Wenn ihr mehr über die Funktionsweise von Social Search wissen möchtet oder erfahren wollt, welche Kontrollmöglichkeiten ihr über die angezeigten und bereitgestellten Informationen habt, lest unsere FAQs (in Englisch) oder schaut euch das folgende Video an:


Die heute vorgestellte Funktion hat zwar experimentellen Charakter – bei Google setzen wir sie jedoch schon länger mit großem Erfolg ein. Wir sind sehr gespannt auf eure Meinung (in Englisch). Ach ja, und vergesst nicht, ein öffentliches Google-Profil anzulegen, um euer soziales Umfeld im Internet zu erweitern, damit ihr die Informationen, die für euch relevant sind, leichter findet (...auch den New-York-Blog eures Freundes).

Mehr Bewegungsfreiheit für deine Google-Dokumente

10/26/2009 03:56:00 PM

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Ihr habt vielleicht in diesem September vom Start der Data Liberation-Webseite von Google gehört. Diese Seite ist ein zentraler Ort im Internet, an dem ihr erfahrt, wie ihr eure Daten ganz einfach in oder aus der Google-Cloud bewegen könnt. Heute kommt ein neues Produkt dazu, das die Liste der Data Liberation-Funktionen verlängert: Die Funktion „Konvertieren, komprimieren und herunterladen“ in Google Text & Tabellen, die es euch ermöglicht, mehrere oder sogar alle Dokumente und Tabellen gleichzeitig herunterzuladen.

Diese neue Funktion ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Entwicklungsteam von Google Text & Tabellen und der Google Data Liberation Front, einem kleinen Entwicklerteam, das den Nutzern den Transfer von persönlichen Daten in und aus den Google-Diensten erleichtern will. Zu diesem Zweck entwickelt es Funktionen für den einfachen Import und Export.

Die Funktion „Konvertieren, komprimieren und herunterladen“ ist eine weitere der zahlreichen „Liberation“-Funktionen (liberation, dt. „Befreiung“), die im gesamten Google-Produktangebot zu finden sind – vom Download kompletter Blogs in Blogger bis hin zum E-Mail-Export aus Google Mail über IMAP und POP3. Mit der neuen Funktion könnt ihr eure Google-Dokumente in einem Format eurer Wahl (MS Office, Open Office, PDF usw.) in Paketen zusammenfassen und als Zip-Datei herunterladen. Ihr müsst also nicht mehr jedes Dokument einzeln herunterladen - was ziemlich lange dauern kann, wenn es beispielsweise um mehrere Hundert Dokumente geht. Wählt einfach die gewünschten Dokumente aus, klickt im Menü „Weitere Aktionen“ auf „Export“ und ladet alle Dokumente auf einmal herunter.


Wir hoffen, ihr findet die neue Exportfunktion hilfreich, und möchten euch dazu anregen, immer nach neuen Data Liberation-Funktionen Ausschau zu halten. Unserer Meinung nach sollten die Nutzer - und nicht die Produkte - die Kontrolle über ihre Daten haben. Ihr solltet eure Daten schnell und einfach und ohne Probleme aus jedem Produkt exportieren können. Wir haben diese Strategie bereits bei über der Hälfte unserer Produkte umgesetzt und arbeiten daran, die noch bestehenden Herausforderungen anzugehen.

Gerne könnt ihr euch unter dataliberation.org eingehender über das Thema informieren oder unsere Beiträge auf Twitter unter dataliberation verfolgen. Auf der Seite Data Liberation Moderator könnt ihr darüber hinaus Vorschläge und Anregungen für Dienste übermitteln, bei denen der Datenexport vereinfacht werden sollte.

Post von Brian Fitzpatrick, Engineering Manager Data Liberation

20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer – Wir feiern die freie Meinungsäußerung

10/23/2009 04:10:00 PM

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Der Fall der Berliner Mauer 1989 wurde weit über die deutschen Grenzen hinaus zu einem Symbol für die freie Meinungsäußerung. Nur 20 Jahre später nutzten iranische Bürger Online-Werkzeuge wie YouTube und Twitter, um Berichte aus erster Hand zu liefern, wie die Regierung brutal gegen Dissidenten vorging, die gegen das umstrittene Wahlergebnis demonstrierten. Viele Iraner riskierten ihr Leben, um die Gewalt für alle Welt zu dokumentieren – trotz der Bemühungen der Regierung, Journalisten auszuweisen und alle Gegenstimmen zum Schweigen zu bringen.

Die demokratisierende Macht des Internets ermöglicht es den Menschen wie nie zuvor, ihre Geschichten mit einem globalen Publikum zu teilen und denjenigen eine Stimme zu geben, die sonst niemals gehört würden.

Anlässlich des 20. Jahrestags des Falls der Berliner Mauer richten wir ein YouTube-Kanal auf youtube.com/GoogleFreeExpression ein, um die freie Meinungsäußerung rund um die Welt zu porträtieren und zu feiern. Über rege Beteiligung würden wir uns freuen.

Dieser Kanal ist speziell für eure Geschichten und Gedanken über die freie Meinungsäußerung gedacht. Erzählt uns, wie ihr oder jemand, den ihr kennt, sich für die freie Meinungsäußerung eingesetzt hat. Vielleicht hast du gegen etwas protestiert, das du nicht akzeptieren konntest, gehandelt, wenn jemandem das Wort verboten werden sollte, oder vielleicht hast du jemanden unterstützt, der sich für die freie Meinungsäußerung eingesetzt hat. Erzählt uns in einem kurzen Video von euren Erfahrungen, lade es auf YouTube hoch und stell es als Antwort auf dieses Video ein:



Die besten Beiträge werden wir auf dem Google Free Expression Channel veröffentlichen, also schau in der nächsten Zeit immer wieder dort nach. Wir freuen uns auf eure Beiträge.

Post aus dem YouTube-Blog von Annette Kroeber-Riel, European Policy Counsel

Mit Google Grippe Trends rechtzeitig vor Grippewellen warnen

10/08/2009 10:40:00 AM

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Jedes Jahr erkranken Millionen Menschen an der Grippe, Hunderttausende sterben sogar an einer Infektion. Eine frühe Kenntnis über die Gebiete in denen sich eine Grippewelle ausbreitet, ermöglicht den Menschen einen schnellen Schutz vor Ansteckung. Dadurch können sogar Leben gerettet werden.

Vor ein paar Jahren weckte eine große Grippewelle das Interesse einiger Google-Techniker: Schlägt sich eine solche Epidemie in den Mustern der Suchmaschinenanfragen nieder? Lassen sich die Suchanfragen auf Google zur Erkennung von Grippetrends nutzen?

Im November 2008 wurde Google Grippe-Trends in den USA eingeführt und erwies sich als leistungsstarkes Tool. Auf Grundlage aktueller Suchanfragen, die Internetnutzer beim Auftreten einer Grippeerkrankungen typischerweise in den Suchschlitz der Suchmaschine eingeben, ließ sich die aktuelle Verbreitung der Krankheit ablesen. Google Grippe-Trends informiert nahezu in Echtzeit über die Anzahl der Grippeerkrankungen eines Landes. Es gelang die Krankheitsfälle näherungsweise abzubilden und darüber die Verbreitung der Grippeerkrankungen nachzuverfolgen. Wie sich herausstellte, waren diese Daten über die Grippe-Verbreitung für Gesundheitsämter, Ministerien, Ärzte und die Öffentlichkeit von großem Nutzen.


Mit dem heutigen Tag, dem 8. Oktober 2009, steht Google Grippe-Trends in 20 weiteren Ländern Gesundheitsämtern zur Prognose und Bekämpfung von Grippewellen zur Verfügung. Auf Grundlage der Muster früherer Suchanfragen wurde in Zusammenarbeit mit dem „Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten“ und nationalen Gesundheitsorganisationen ein Modell geschaffen, mit dem sich die Grippeaktivität in diesen Ländern genau abbilden lässt.

Schon seit Langem erheben viele Gesundheitsbehörden bei Ärzten und Patienten Daten zur Grippe. Warum wird ein neues Verfahren mit Suchmaschinen-Sammeldaten benötigt? Die bisherigen Datenerhebungen sind immens wichtig, allerdings konzentrieren sich die meisten Behörden auf ein einziges Land oder eine Region und aktualisieren ihre Hochrechnungen nur wöchentlich. Google Grippe-Trends wird hingegen für eine Vielzahl von Ländern rund um den Globus erhoben und täglich aktualisiert. Grippe-Trends ergänzt dadurch die bisherigen Verfahren.

Epidemiologen zeigen sich von dieser Entwicklung begeistert, da sich mit einer Früherkennung die Anzahl der Erkrankungen verringern lässt. Unter bestimmten Bedingungen könnte ein neuer Virusstamm eine Pandemie auslösen, die Millionen Todesopfer fordert (wie die Grippeepidemie im Jahre 1918). Dank unserer tagesaktuellen Hochrechnungen können Gesundheitsämter und Ärzte besser auf saisonale Epidemien und Pandemien reagieren.

Ohne die Auswertung von Milliarden Suchanfragen bis zum Jahr 2003 wäre die Erstellung derart präziser Modelle nicht möglich gewesen. Wir haben es hier mit einem besonders anschaulichen Beispiel zu tun, wie sich anonymisierte Sammeldaten zum Wohle aller einsetzen lassen. Die Trends in den Suchanfragen können wertvolle Informationen über Trends in Wirtschaft, Gesundheitswesen und weiteren Bereichen bieten. Mit unserem Tool Insights lässt sich zum Beispiel verfolgen, wie sich ein Begriff oder eine Kategorie im Laufe der Zeit verändert bzw. wie sich die Suchanfragen geografisch verteilen. Datenanalysen sind ein wichtiges Hilfsmittel, um Erkenntnisse über zahlreiche Aspekte der Gesellschaft zu erlangen – und wir setzen uns für die sinnvolle Verwendung der Daten ein, die der gesamten Welt zu Gute kommen.

Die enorme Vielfalt der Suchmuster bedeutet, dass wir beispiellose Erkenntnisse über die Welt erhalten können. Der Journalist John Battelle stellte die Theorie auf, dass die Suchanfragen als Sammeldaten „ein Platzhalter für die Absichten der Menschheit“ sind. Er argumentierte, dass diese Datenbank die Absichten unter anderem die Bedürfnisse und Wünsche einer Gesellschaft offenbart. Google Grippe-Trends ist ein Beispiel dafür, wie Suchanfragen ein Abbild des Geschehens eines Landes sein und entscheidend zur Reaktion auf die Bedrohung der Volksgesundheit beitragen können.

Post von Stefan Keuchel, Communications & Public Affairs Manager